Hammaburg NF 15 2010 Vor- und Frühgeschichte aus dem niederelbischen Raum

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Beschreibung

Mit dem 15. Band der neuen Folge der Zeitschrift HAMMABURG schließt das Helms-Museum an eine über 60jährige Forschungstradition an, die seit 1948 die Publikation archäologischer Ausgrabungsergebnisse aus Hamburg und den angrenzenden Regionen zum Ziel hat. Der vorliegenden Band präsentiert die HAMMABURG in völlig neuem Gewand, wie auch das Helms-Museum zeitgleich grundlegende Veränderungen vollzogen hat. Im Mai 2009 konnte die neue archäologische Dauerausstellung im Museumsgebäude am Harburger Rathausplatz in Hamburg eröffnet werden. Mit der Neueröffnung ging eine Namensänderung einher, die das Haus künftig als „Archäologisches Museum Hamburg“ in der Öffentlichkeit positioniert.

Diese Veränderungen sind auch äußerlich nicht zu übersehen. Direkt neben dem Museumsgebäude entstand ein großer Archäologie-Spielplatz, der von der Hauptzielgruppe des Museums, jungen Familien mit Kindern sowie Schulklassen, sofort erobert wurde. Gleichzeitig hat der Bezirk Harburg das gesamte Areal zwischen dem Rathausplatz und dem Museumsplatz freiraumplanerisch völlig umgestaltet und so aus einem Filetstück im Harburger Stadtzentrum die so genannte „Museums-Achse“ geschaffen. Durch einen großzügigen Foyer-Anbau ist es gelungen, dem aus den 1950er Jahren stammenden Haupthaus des Helms-Museums am Museumsplatz, dem anderen Ende der Museums-Achse, ein einladendes und modernes Gesicht zu verleihen. Durch die Konzentration und Stärkung dieser beiden zentrumsnahen Museumsgebäude konnte in der Konsequenz der dritte Standort aufgegeben werden. Die historische Alte Feuerwache, etwas abseits in einem Wohngebiet gelegen, beherbergte bisher das neben der Archäologie zweite Standbein des Helms-Museums, die Abteilung zur Harburger Stadtgeschichte. Sie wird derzeit neu konzipiert und zieht künftig an ihren ursprünglichen Standort in das Hauptgebäude am Museumsplatz.

Nicht nur baulich haben sich Veränderungen vollzogen, auch personell gibt es neben bewährter Kontinuität fruchtbaren Wandel. So hat in der Nachfolge von Wulf Thieme Dr. Jochen Brandt inzwischen die Leitung der Kreisarchäologie für den Landkreis Harburg übernommen, für den in alter Tradition das Archäologische Museum Hamburg zuständig ist, obwohl das Gebiet im Nachbarland Niedersachsen liegt. Genau diese Mischung aus archäologischer Forschung in der Großstadt und im ländlichen Umland macht den großen Reiz der Bodendenkmalpflege in diesem traditionsreichen Haus aus, die sich auch in den unterschiedlichen Beiträgen des vorliegenden Bandes widerspiegelt: Neolithische Befunde und ein eisenzeitlicher Prachtgürtel stammen aus dem südöstlichen Hamburger Dreiländereck, wo Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein aneinander grenzen; unweit entfernt liegt die Gedenkstätte für das Konzentrationslager Neuengamme, deren Standort bauvorgreifend durch unser Haus archäologisch prospektiert worden ist; mittelalterliche Stadtkerngrabungen wiederum wurden in der neuen Kreisstadt Winsen/Luhe und in der alten Kreisstadt Harburg durchgeführt. So spannt sich der Bogen von der Großstadt bis auf das flache Land, von der Jungsteinzeit bis in die jüngste Vergangenheit.

Den Autoren dieses Bandes gilt mein besonderer Dank, in den Jochen Brandt als zuständiger Redakteur der HAMMABURG und Christi Meyenburg als Gestalterin des neuen Layouts ausdrücklich einzuschließen sind. Vielleicht regt die Lektüre sogar zu einem Besuch des Archäologischen Museums Hamburg an. Seien Sie herzlich willkommen.